Herausforderungen scheut Larissa Henschel nicht. Als der DRK-Fahrdienst vor knapp sechs Jahren ins Leben gerufen wurde, war sie eine Mitarbeiterin der ersten Stunde. „Ich habe damals als Aushilfe im kassenärztlichen Bereitschaftsdienst gearbeitet, als ich von der Gründung des Fahrdienstes erfahren habe. Ich wusste: Diese Chance nutze ich! Und habe mich sofort beworben“, erinnert sie sich.
Tatkräftig begann sie als Fahrerin und wechselte schnell von Teil- auf Vollzeit. „Das Team war super, die Arbeit mit Menschen hat mir gefallen, und ich konnte mich in der neuen Struktur einbringen. Das hat mich begeistert“, berichtet sie.
Nach mehreren Jahren als Fahrerin und einer Babypause stand für sie fest, dass sie sich weiterentwickeln möchte. „Ich habe mir die Abrechnungsabteilung für zwei Tage angesehen. Danach war für mich klar, dass das meine neue Herausforderung werden soll.“ Seit Dezember 2024 ist sie Teil eines vierköpfigen Teams, das Transportscheine fakturiert und mit den Krankenkassen abrechnet. „Ich genieße es, dass ich mir nun aussuchen kann, was ich anziehe“, sagt sie schmunzelnd.
Die Anfangszeit des Fahrdienstes beschreibt sie als aufregend und intensiv. „Wir hatten wenige Fahrzeuge, aber viele Fahrten. Wir Fahrer planten oftmals gemeinsam die besten Routen“, erinnert sie sich. Heute sei alles viel strukturierter im Ablauf, aber auch die Erwartungen der Kunden seien gestiegen. „Wir tun unser Bestes, aber manchmal können wir nicht alle Wünsche erfüllen. Dennoch spüren wir täglich die Dankbarkeit unserer Fahrgäste“, sagt sie.
Familie und Teamgeist: Balance zwischen Beruf und Privatleben
Als vierfache Mutter im Alter von vier bis zwölf Jahren kennt Larissa Henschel die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie genau. „Mein Partner und ich ergänzen uns sehr gut. Dank der Kita- und Hortbetreuung kann ich von 7 bis 13.30 Uhr im Büro Gas geben“, erklärt sie. Besonders schätzt sie ihren geregelten Tagesablauf: „Als Fahrerin war ich oft weit entfernt, wenn die Schule anrief. Jetzt bin ich in der Nähe und kann notfalls schnell reagieren.“
Auch Homeoffice ist mittlerweile eine Option. „Als vierfache Mutter bin ich es gewohnt, den Überblick zu behalten und Aufgaben systematisch zu erledigen. Das hilft mir auch im Job“, erklärt sie mit einem Lächeln.
Für Larissa Henschel ist das kollegiale Miteinander im Unternehmen ein entscheidender Faktor. „Man kann auch mal einen schlechten Tag haben, ohne dass es einem jemand übelnimmt. Wir unterstützen uns gegenseitig“, beschreibt sie die Teamkultur. Besonders genießt sie es, dass ihre Arbeit ihr einen Ausgleich zum Familienleben bietet: „Hier kann ich mal ich sein.“
Was macht den DRK-Fahrdienst Uelzen so erfolgreich? „Ganz klar: das Team und der Umgang mit den Fahrgästen. Wenn es Sonderwünsche unserer Kunden gibt, dann versuchen wir diese zu erfüllen, um sie glücklich machen. Wir sind eben kein Taxiunternehmen. Wir fahren nicht nur, sondern begleiten. Unsere Aufgabe endet nicht an der Bordsteinkante, sondern erst, wenn der Kunde sicher in den nächsten Händen ist.“
Für die Zukunft wünscht sich Larissa Henschel, dass der DRK-Fahrdienst weiterhin auf einem guten Weg bleibt. „Die Abläufe werden sicher weiter systematisiert und optimiert, aber das kollegiale Miteinander soll bleiben. Flexibilität ist unser Erfolgsfaktor.“ Sie selbst bleibt offen für neue Entwicklungen: „Ich bin gespannt und nehme jede Herausforderung an!“